Puno und Titicacasee


Nachdem wir noch eine Nacht in Cusco verbracht hatten, standen wir am nächsten Morgen wieder früh auf, weil wir bereits einen Bus nach Puno gebucht hatten. Mit dem Taxi gings zum Busbahnhof.
Dort wurde uns mitgeteilt, dass eine andere Busgesellschaft die Fahrt übernommen habe, weil "unser" Bus in der Werkstatt sei. Kann man glauben oder auch nicht - man hat ja eh keine Wahl. Der Bus der Gesellschaft Transzela war sehr komfortabel, mit breiten Sitzen und genügend Beinfreiheit. Es gab zwar kein Essen oder On-board Unterhaltung wie bei Cruz del Sur, aber das ist eigentlich auch zweitrangig.

Obwohl wir schon in Cusco Probleme mit der Höhe hatten (3400 m), hatten wir uns entschlossen, trotzdem nach Puno (3.800 m) zu fahren. Wenn man schon mal da ist - haben wir uns gedacht - muss man sich den Titicacasee auch mal anschauen. Wer weiß, ob wir je wieder hierherkommen!

Die Busfahrt führte durch eine spektakuläre Berglandschaft über den 4300 m hohen La Raya Pass nach Puno.



Friedhof an der Straße
Frau am Straßenrand
 



In Puno hatten wir das bisher schönste Hotel während unserer Reise in Peru (Casona Plaza). Gleich nach dem Einchecken brachte uns der Zimmerservice Koka-Tee und es gab sogar einen Aufzug (den wir auch nötig hatten). Das Frühstücksbuffet war super- sehr zu empfehlen!

Nach der Touristentour in Macchu Picchu wollten wir uns nicht schon wieder eine solche am Titicacasee antun. Schon am Busbhanhof warten die Schlepper auf die Touristen und in der Fußgängerzone um die Calle Lima versuchen die Reisebüros diese Touren zu verkaufen. Ina hatte uns schon gewarnt, dass man bei jeder Tour zu den Inseln im See auf alle Fälle bei den Uros Station macht (das sind die Ureinwohner, die die Schilfboote herstellen). Dort wird man genötigt, auf deren Booten zu fahren - natürlich gegen Exrabezahlung - oder irgendwas zu kaufen. Unser Plan war, es ganz entspannt angehen zu lassen, uns den Titicacasee "von außen" anzusehen und ansonsten durch Puno zu schlendern.

Plaza de Armas mit Kathedrale

Es gibt eine Uferpromenade, die man entlanggehen kann, die allerdings nicht sehr schön ist, weil viel Müll im Wasser und im Schilf liegt. Vom Ufer aus kann man die erste Insel sehen, es gibt einen Leuchtturm und ein großes Schiff, das vor Anker liegt. Unvorstellbar, dass im 19. Jahrhundert zwei riesige Dampfschiffe aus England in Teilen zerlegt über Chile mit der Bahn bis Tucna und dann mit Maultieren hierher transportiert wurden, wo sie dann wieder zusammengesetzt worden sind! Die Größe des Sees kann man von Puno aus nur erahnen - er ist 15 mal größer als der Bodensee. Er soll der Legende nach der Ursprungsort der Inkadynastie sein.

 





Auf dem Rückweg vom See schlendereten wir durch die Straßen und gerieten zufällig in einen Straßenmarkt, wo vorwiegend Frauen an ihren Ständen saßen und Obst, Gemüse, Kräuter, Oliven und andere uns unbekannte Sachen anboten. Ein für unsere Augen buntes und exotisches Bild. Daneben war der Zentralmarkt von Puno, der für uns nicht weniger spannend war.



schwarzer Mais und unbekanntes Gemüse
 

Hülsenfrüchte und Maisarten
keine Ahnung was das ist

angeblich dehydrierte Kartoffel
Metzgerstraße

hier wird ein Schädel aufgesägt!?
Stand mit Köpfen und Hufen

Fritz entdeckt eine Schreinerei

Am nächsten Morgen ging unsere Reise weiter mit dem Bus in das "nur" auf 2300 m Höhe gelegene Arequipa.

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