Ankunft in Lima
Unser Flug startete am Samstag Abend in München und es ging mit Avianca in etwa 12 einhalb Stunden direkt nach Bogota. Wir flogen die ganze Zeit nachts, so dass man nur am Bildschirm mitverfolgen konnte, wo wir uns befanden. Deshalb weiß ich, dass der Flug über die Schweiz nach Südwesten ging, von Spanien dann nach Kanada und von dort Richtung Süden bis Bogota. Wir hatten eine Dreierreihe zu zweit, aber richtig schlafen konnten wir nicht. Ab und zu fallen einem die Augen zu und man schlummert eine Zeitlang vor sich hin, aber erholsam ist das nicht. Was Betreuung und Bewirtung angeht, kann Avianca in keiner Weise mit Emirates mithalten, aber auch diese Zeit geht vorbei und es ist schon Jammern auf hohem Niveau, wenn man bedenkt, dass man innerhalb von einem Tag von einem Kontinent zum anderen reisen kann.
In Bogota angekommen waren wir erst einmal froh, uns die Beine vertreten zu können. Wir hatten nur zwei Stunden Aufenthalt und so ging es gleich wieder zur Sicherheitskontrolle und zum Einchecken für den Flug nach Lima. Diesmal war die Maschine kleiner, aber dafür rappelvoll. Die drei Stunden vergingen sehr schnell und ruckzuck sind wir schon in Lima angekommen. Am Flughafen war am Sonntag früh wenig los und wir mussten nur einen Einreisezettel ausfüllen, dass wir nichts zu verzollen hätten, Passnummer und persönliche Daten angeben und schon erhielten wir unseren Einreisestempel. Das Gepäck kam auch sehr schnell und es lief alles ganz unkompliziert.
Am nächsten Geldautomaten versorgten wir uns mit Soles und dann gings hinaus zu den Taxifahrern. Die Adresse unseres Hostels hatte ich mir auf einen Zettel geschrieben, den ich den Fahrern vorzeigen konnte. Aus dem Reiseführer und von Ina wussten wir schon ungefähr, was ein Taxi nach Miraflores kosten durfte (ca. 50 - 70 Soles). Der erste Fahrer wollte 40 US Dollar für die Fahrt, das sind ungefähr 135 Soles, der nächste war schon etwas günstiger. Wir ließen sie erst mal etwas warten, Fritz musste sowieso eine Zigarette rauchen und das nächste Angebot von 50 Soles nahmen wir dann gerne an. Für die Taxifahrer dieser Welt sind wir halt die euopäischen Geldsäcke (hier speziell die Gringos), die zum Ausnehmen da sind!
Unser Fahrer war ein alter freundlicher kleiner Mann, der sich am Steuer als Rennfahrer herausstellte, sich in einem Affenzahn überall durchschlängelte, rechts wie links überholte, auch mal über den Bürgersteig fuhr und - wie alle anderen auch - ständig hupte. Das scheint hier das Kommunikationsmittel unter den Autofahrern zu sein. Er brachte uns dennoch sicher an die richtige Adresse. Das Haus, vor dem er uns absetzte, sah aus wie ein Privathaus mit einem vergitterten Tor und einer kleinen unbeschrifteten Klingel. Er bot uns gleich an, uns in ein ihm bekanntes und gutes Hotel in der Nähe zu bringen. Da die Unterkunft schon bezahlt war, wollten wir es natürlich schon genau wissen und klingelten. Sofort ging das Tor auf und dahinter verbarg sich tatsächlich unser Hostal. Der enttäuschte Fahrer fuhr davon und wir konnten schon einchecken und unser Gepäck deponieren.
Nachdem wir uns umgezogen hatten (26 Grad und wir schwitzten schon gewaltig, obwohl es erst 10 Uhr vormittags war), machten wir uns auf den Weg, um den Stadteil Miraflores zu erkunden. Es ist ein sehr gepflegter und ruhiger Stadteil und es gibt einige Parks, viele Restaurants für Touristen, Supermärkte und Einkaufszentren.
Nach einiger Zeit setzten wir uns in ein Cafe und bestellten uns was zum Essen und Trinken. Fritz hatte in der Vitrine Kuchen gesehen und auf der Karte stand tatsächlich Apfelstrudel, den er sich bestellte. Der Kellner fragte noch, ob er ihn "caliente" (heiss) wolle. Was dann kam war heißer Apfelstrudeltee zu seinem Kaffee. Der Kuchen, den er dann bekam (diesmal zeigte er ihm, was er wollte), war dann wirklich ganz gut. Hier geht ohne Spanisch gar nichts, Englisch sprechen alle nur ein paar Brocken.
Wir beschlossen, noch weiter zu laufen und uns den Strand anzusehen.Das war noch ein ganzes Stück weiter, aber wir fühlten uns trotz des langen Fluges noch fit und so spazierten wir los. Der Weg war leicht zu finden und man hatte einen schönen Blick von oben hinunter an die Küste. Es waren einige Leute im Wasser und man konnte den Surfern zuschauen, die mit den beachtlichen Wellen kämpften. Viel zu spät dachten wir daran uns einzucremen. Trotz des Dunstes ist die Sonne hier so stark, dass unsere weiße Gringohaut am Abend knallrot war. Hätten wir eigentlich wissen müssen!
Gegen Abend kehrten wir ins Hotel zurück, bezogen unser Zimmer und gingen nochmal los, um was zum Abendessen zu finden. In dem Viertel kann man sich sicher bewegen, ständig sieht man Polizeifahrzeuge oder private Sicherheitsdienste durch die Straßen fahren. In der näheren Umgebung gibt es diverse Restaurants. Wir gingen in ein Chifa Lokal. Das ist eine Fusion aus peruanischer und chinesischer Küche und davon gibt es wirklich viele. Die Gerichte, die auf der Karte standen, sagten uns nicht viel, deshalb orientierten wir uns an den Begriffen, die wir kannten: "pollo", "lomo", "verduras" usw., damit wir nicht gleich am ersten Tag ganz aus Versehen so was wie Meerschweinchen bestellten. Das Essen war ganz ok, mehr aber auch nicht.
Auf dem Heimweg wollten wir uns im Supermarkt noch zwei Bier mitnehmen. An der Kasse wurde es uns wieder abgenommen, weil wir Bier in Pfandflaschen kaufen wollten und das nur geht, wenn wir Leergut mitbringen (so haben wir das jedenfalls verstanden). So kauften wir unser Bier halt in einem kleinen Laden um die Ecke in Einwegflaschen. Ina, die ja schon länger in hier ist und der wir das am Abend erzählten, war erstaunt, dass es überhaupt sowas wie ein funktionierendes Pfandsystem in Peru gibt!
In Bogota angekommen waren wir erst einmal froh, uns die Beine vertreten zu können. Wir hatten nur zwei Stunden Aufenthalt und so ging es gleich wieder zur Sicherheitskontrolle und zum Einchecken für den Flug nach Lima. Diesmal war die Maschine kleiner, aber dafür rappelvoll. Die drei Stunden vergingen sehr schnell und ruckzuck sind wir schon in Lima angekommen. Am Flughafen war am Sonntag früh wenig los und wir mussten nur einen Einreisezettel ausfüllen, dass wir nichts zu verzollen hätten, Passnummer und persönliche Daten angeben und schon erhielten wir unseren Einreisestempel. Das Gepäck kam auch sehr schnell und es lief alles ganz unkompliziert.
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| Flughafen Lima |
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| Erster Tag in Lima |
Am nächsten Geldautomaten versorgten wir uns mit Soles und dann gings hinaus zu den Taxifahrern. Die Adresse unseres Hostels hatte ich mir auf einen Zettel geschrieben, den ich den Fahrern vorzeigen konnte. Aus dem Reiseführer und von Ina wussten wir schon ungefähr, was ein Taxi nach Miraflores kosten durfte (ca. 50 - 70 Soles). Der erste Fahrer wollte 40 US Dollar für die Fahrt, das sind ungefähr 135 Soles, der nächste war schon etwas günstiger. Wir ließen sie erst mal etwas warten, Fritz musste sowieso eine Zigarette rauchen und das nächste Angebot von 50 Soles nahmen wir dann gerne an. Für die Taxifahrer dieser Welt sind wir halt die euopäischen Geldsäcke (hier speziell die Gringos), die zum Ausnehmen da sind!
Unser Fahrer war ein alter freundlicher kleiner Mann, der sich am Steuer als Rennfahrer herausstellte, sich in einem Affenzahn überall durchschlängelte, rechts wie links überholte, auch mal über den Bürgersteig fuhr und - wie alle anderen auch - ständig hupte. Das scheint hier das Kommunikationsmittel unter den Autofahrern zu sein. Er brachte uns dennoch sicher an die richtige Adresse. Das Haus, vor dem er uns absetzte, sah aus wie ein Privathaus mit einem vergitterten Tor und einer kleinen unbeschrifteten Klingel. Er bot uns gleich an, uns in ein ihm bekanntes und gutes Hotel in der Nähe zu bringen. Da die Unterkunft schon bezahlt war, wollten wir es natürlich schon genau wissen und klingelten. Sofort ging das Tor auf und dahinter verbarg sich tatsächlich unser Hostal. Der enttäuschte Fahrer fuhr davon und wir konnten schon einchecken und unser Gepäck deponieren.
Nachdem wir uns umgezogen hatten (26 Grad und wir schwitzten schon gewaltig, obwohl es erst 10 Uhr vormittags war), machten wir uns auf den Weg, um den Stadteil Miraflores zu erkunden. Es ist ein sehr gepflegter und ruhiger Stadteil und es gibt einige Parks, viele Restaurants für Touristen, Supermärkte und Einkaufszentren.
Nach einiger Zeit setzten wir uns in ein Cafe und bestellten uns was zum Essen und Trinken. Fritz hatte in der Vitrine Kuchen gesehen und auf der Karte stand tatsächlich Apfelstrudel, den er sich bestellte. Der Kellner fragte noch, ob er ihn "caliente" (heiss) wolle. Was dann kam war heißer Apfelstrudeltee zu seinem Kaffee. Der Kuchen, den er dann bekam (diesmal zeigte er ihm, was er wollte), war dann wirklich ganz gut. Hier geht ohne Spanisch gar nichts, Englisch sprechen alle nur ein paar Brocken.
Wir beschlossen, noch weiter zu laufen und uns den Strand anzusehen.Das war noch ein ganzes Stück weiter, aber wir fühlten uns trotz des langen Fluges noch fit und so spazierten wir los. Der Weg war leicht zu finden und man hatte einen schönen Blick von oben hinunter an die Küste. Es waren einige Leute im Wasser und man konnte den Surfern zuschauen, die mit den beachtlichen Wellen kämpften. Viel zu spät dachten wir daran uns einzucremen. Trotz des Dunstes ist die Sonne hier so stark, dass unsere weiße Gringohaut am Abend knallrot war. Hätten wir eigentlich wissen müssen!
Gegen Abend kehrten wir ins Hotel zurück, bezogen unser Zimmer und gingen nochmal los, um was zum Abendessen zu finden. In dem Viertel kann man sich sicher bewegen, ständig sieht man Polizeifahrzeuge oder private Sicherheitsdienste durch die Straßen fahren. In der näheren Umgebung gibt es diverse Restaurants. Wir gingen in ein Chifa Lokal. Das ist eine Fusion aus peruanischer und chinesischer Küche und davon gibt es wirklich viele. Die Gerichte, die auf der Karte standen, sagten uns nicht viel, deshalb orientierten wir uns an den Begriffen, die wir kannten: "pollo", "lomo", "verduras" usw., damit wir nicht gleich am ersten Tag ganz aus Versehen so was wie Meerschweinchen bestellten. Das Essen war ganz ok, mehr aber auch nicht.
Auf dem Heimweg wollten wir uns im Supermarkt noch zwei Bier mitnehmen. An der Kasse wurde es uns wieder abgenommen, weil wir Bier in Pfandflaschen kaufen wollten und das nur geht, wenn wir Leergut mitbringen (so haben wir das jedenfalls verstanden). So kauften wir unser Bier halt in einem kleinen Laden um die Ecke in Einwegflaschen. Ina, die ja schon länger in hier ist und der wir das am Abend erzählten, war erstaunt, dass es überhaupt sowas wie ein funktionierendes Pfandsystem in Peru gibt!



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